Mittwoch, 4. Dezember 2013

Bewundernswert

Bewundernswert finde ich diesen jungen Mann.
 
Soleman arbeitet bei meinem Sohn in der Küche - ihn trägt ein Schicksal, wie es schlimmer nicht sein könnte.
Trotzdem...er strahlt Freude aus - ist immer froh und ausgeglichen, versteht es Menschen mit seiner Anwesenheit zu bereichern.
Er verwöhnt uns mit den Dingen, die ihm aus seiner Tradition geblieben sind, ein Reisebrot für meinen Sohn, (der wieder wohlbehalten aus Koh Chang zurückkam), Gewürze und andere Souvenirs von seinem ersten Aufenthalt seit seiner Flucht  in der fernen Heimat.
Von ihm könnten sich Millionen von trägen, von Konsum und Langeweile übersättigten Jugendlichen eine „Scheibe abschneiden“.
Soleman, Du verdienst unsere größte Hochachtung!

Dieser Monat  braucht Licht - für mich leuchten viele Sterne, Kerzen 
und angenehme, warme Lichtquellen.
Alt und Neu ergänzen sich ganz harmonisch. „Er“ stand so lange in einer Ecke, unbeachtet, geschenkt von einer Bekannten, die sich auch kaum von „ihm“ , dem Sessel des Großvaters, trennen wollte - nun hat er ein neues Ehrenplätzchen.
„Sie“ passt auch so gut dazu - gefunden auf einem Flohmarkt in Manosque...eine alte wundervolle Tasche, wie sie Ärzte oder Hebammen früher hatten, jetzt fungiert sie als Zeitschriftenbehälter  :)
Ein Schal zur Norwegerjacke musste noch her..die Jugend mags üppig - Muster nach Eigenentwurf.


Geschmückt habe ich eigentlich nicht viel dieses Jahr, eher schlicht.
In diesem Sinne habt eine gute Restwoche und lasst Euch nicht zu sehr von „Xaver“ durchpusten.
Akaleia, die sich sehr über all die lieben Kommentare und Emails gefreut hat, die zum letzten Post eingegangen sind.
So langsam weicht der Schock über den doch plötzlichen Verlust unserer Jule, und viele schöne, wenn auch oft wehmütige Erinnerungen an die lange Zeit mit ihr finden sich ein.

Kommentare:

  1. Liebe Birgit,

    da hast du recht - was sind bei einem solchen Schicksal schon die Kleinigkeiten, die uns aufregen! Respekt und schön, dass er diese Chance erhielt! Hoffen wir für ihn, dass er weiterhin einen guten Weg machen kann.

    Ja, das Julchen - das geht mir schon im Kopf um! Ihr behaltet sie in lieber Erinnerung.

    Dann - ich finde diesen Stern auch sehr schön! Nicht so knallig, einfach schön! Sessel wie Tasche - beides schöne alte Stücke, die es wert sind, dass man sie noch "gebraucht"! Und der Schal, schon das Muster für sich - ein Genuss! Und schlichtes Schmücken, das ist bei uns auch immer angesagt. So mögen wir es.

    Hoffen wir, dass der Orkan sich nicht zu sehr austobt, man ist sehr hilflos. Dir und Deiner Familie wünsche ich eine schöne Adventszeit!

    Lieben Gruß, Brigitte

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  2. Liebe Birgit,

    danke für deine guten Wünsche, Rilke zählt auch zu meinen Lieblingsdichtern.
    Wie der junge Mann sein Schicksal meistert ist wirklich bewundernswert,
    schön dass du dieses Thema aufgreifst, wir, die wir in Frieden, Sicherheit und Wohlstand leben, sollten uns ab und zu ein mal Gedanken über die machen, die vom Schicksal nicht verwöhnt wurden.

    Dir und deinen Lieben auch eine frohe Adventszeit!
    Gabriele

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  3. Hallo,
    beim Lesen Deines blog bin ich noch umher geschickt worden, da nen link und da. Kennst Du das? Und nun weiß ich nicht, habe ich geschrieben, oder nicht?
    Also sage ich es nun, die alten Sachen gefallen mir. Mein Mann hat auch sone
    Teile von seiner Familie. Mal sehen, ob sie doch ins Zimmer ziehen
    dürfen.
    Schön, solche jungen Leute, die noch lernen wollen und Mut haben.
    Es gibt sie noch, auch hier in der Umgebung.
    Dir liebe Grüße
    margit

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