Wie es der Name schon sagt: Angelus - der Bote.
Selbst im Mesopotanien um 2250 v. Christus befindet sich schon diese bildliche Darstellung geflügelter Wesen auf einem Rollsiegel. Die Engelverehrung und Glaube spielt in den unterschiedlichen Glaubensrichtung auch unterschiedliche Rollen - mal tauchen weibliche Engel auf - mal männliche!
Im Islam sind sie nicht wie man sie aus europäischer Darstellung kennt zart und niedlich, nein, sie sind gewaltig und mächtig. Ein zentrales Element des islamischen Glaubens ist, dass jeder Mensch hinter sich bei der linken und der rechten Schulter einen speziellen Schreiberengel hat, der alle guten , beziehungsweise bösen Taten der Menschen aufschreibt. Das islamische Ritualgebet, das praktizierende Muslime mindestens fünfmal täglich vollziehen, endet darum auch immer in der knienden Position mit einer Kopfbewegung zur rechten und zur linken Schulter. Dabei grüßen die Gläubigen die beiden Schreiberengel.
In der islamischen Mystik gibt es sogar die Vorstellung, dass sich eine Seele über verschiedene Stufen von Steinen, Pflanzen und Tieren hin zum Menschen entwickelt. Nach dem Tod des menschlichen Körpers kann eine Seele die Stufe des Engels erreichen. Das gefällt mir!
Vielleicht ist es auch gerade die Nähe zu dem "Unfassbaren - Endgültigem" für uns, warum wir an diese zumeist gütigen Gestalten glauben wollen.
Jeder von uns hat bestimmt schon eine sehr nahe stehende Person verloren - für mich ist diese Person (mein Vater) mein persönlicher Engel - er erinnert mich an das Vergängliche - er spricht mit mir - ich mich ihm, zudem beschützt er mich oft vor unüberlegten Entscheidungen - die er zu Lebzeiten immer ruhig und besonnen vornahm.
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt...
Rainer Maria Rilke
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt...
Rainer Maria Rilke
Mit diesem Wunsch, dass jeder seinen Engel finden möge und erkennen kann, der ihn trägt und beschützt, wünsche ich Euch eine gute Woche.
LG
Akaleia
LG
Akaleia





































