Bei uns in Rheinhessen ist die oberste Schicht auf Grund der mangelnden Niederschläge schon wieder staubtrocken. Geht man jedoch ein wenig in die Tiefe so entlockt einem das Erdreich feinkrümelige, dunkelsatte schwarz-braune Erde - bei mir immer wieder versehen mit Regenwürmern.
In dem Zusammenhang fällt mir eine Passage aus dem Gartenbuch von Bärbel Peschl ein. Sie spannt den Bogen zu Ruach - der weibliche Atem Gottes, der Wind, die Luft, die Dynamik, das Erleben - der die Erde beseelt und sie somit zum Wachsen und Werden vorbereitet.
Ein schöne Symbolik, wie ich finde!
Im bayrischen Urschalling hat ein unbekannter Maler aus dem 14. Jahrhundert sogar die heilige Dreifaltigkeit als Ruach, ein junge, strahlende Frau zwischen Gott Vater und Christus dargestellt.
Ich geniesse bei diesem perfekten Wetter das Zuschauen beim Wachsen und Werden
jeden Nachmittag, nicht nur im Gemüsegarten.
Mal mit beiden Händen in der Erde oder auch "nur mal so" wie auf dem Bild zu sehen :)
Das Sedum, die Semperviven, alles legt bei der Wärme ein rasantes Wachstum an den Tag.
Und es wird grün - grün - warum kommt mir gerade "Grüne Sosse" in den Sinn? :)
Kleine Veilchenteppiche überziehen einige Beete im Sonnengarten.
Die Ziermirabelle wird die Tage all ihre Blüten öffnen, die Bienen umschwirren sie schon fleissig.
Ach und apropo Wachsen und Werden: Auch ihnen kann man beim Wachsen zuschauen...
..und diesen kleinen quirligen Federbällchen. Was putzige, fröhliche Gesellen!
In diesem Sinne geniesst die Woche - genug Sonne können wir uns ja hier auf den Pelz scheinen lassen.Akaleia


















