Sonntag, 25. November 2012

Veränderungen

"Das Ohr ist der Weg zum Herzen",
sagt man in Afrika.
Verstehen kann man nur wenn man kennt.
Und kennen lernen kann man den anderen nur, 
wenn man achtsam ist auf ihn.

Vor ein paar Wochen haben sich Veränderungen innerhalb unserer Familie zugetragen.
Für einige waren die sehr schmerzhaft - für andere (leider) vorhersehbar - für einige  andere auch unbegreiflich und erst mal nicht zu tolerieren.
Ich,als Mutter, habe es kommen sehen. Und was nun als Konsequenz daraus erging wurde gemeinsam durchgestanden. Auch das sollte das Gefüge einer  Familie aushalten können.
Insgesamt gesehen haben alle etwas verloren - aber auch etwas gewonnen, nämlich die Gewissheit, dass es auch ein "Danach" gibt, welches lebenswert ist.
Mich freut es, dass meine Älteste nun wieder von vorne neu beginnen kann und durch ihre positive,eigene Entwicklung sich und ihrem weiteren Lebensweg  nicht im Wege steht.

Mein Backwahn hat dadurch leider auch noch nicht den Weg zu vorweihnachtlichen 
Gebäckfreuden gefunden - aber auch das ist zweitrangig - 
zumal  sich  im Dezember der Plätzchenduft im Hause doch sowieso  besser macht.
Mein diesjähriger "Advenstkranz" im Wohnzimmer sieht mal ganz anders aus.....
vielleicht haben mich dazu doch die schönen Erinnerungen beim Aufenthalt im "Vogesen-Wald" inspiriert.

   
Handarbeiten für "Kleine" sind meine Abend- Begleiter.
Mal wieder ein Scallo-Pie von Martina Behm und ein kleines dazu passendes Mützchen.
Irgendwem werden sie schon passen :)

Ihr seht, die Farbe Braun, (nougatbraun, dunkelbraun, hellbraun)....in allen Varianten begleiten mich.
Ich liebe sie, sie hat etwas Warmens (Holz), etwas Vergängliches (die Möbel meiner Großeltern) und zudem etwas Verläßliches an sich, welches bei mir Gefühle der Geborgenheit auslösen.
...warum ich jetzt zudem gerade an Schokolade denken muss   :)

In diesem Sinne habt eine "gute und warme" neue Woche.
Akaleia


Sonntag, 18. November 2012

Drinnen und draussen

Das Wetter zwingt einen zum Drinnebleiben - gut, das hat ja auch mal seine Vorteile.
Zum einen bekommt man wieder mehr Gelegenheit längst Unerledigtes zu tätigen, zum anderen kann man sich in Ruhe und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben mal in Bücher diverser Coleur vertiefen.

Bei der letzten Reise mit den Gartenmädels nach Frankreich hatten wir auch die Möglichkeit in ein Emmaus  (gibt es übrigens auch in Deutschland) zu besuchen...uih, das ist für mich, die ja "den alten Kram" liebt gefährlich.

In der Sektion "Bücher" fand ich zwei wundervolle alte Bücher .
Sie beinhalten Naturheilverfahren, Homöopathie und Pflanzenheilkunde und das ist einem detailliertem Maße, einer ganzheitlichen Gründlichkeit und zudem noch (jedenfalls für mich) hochinteressant.

 Moderne Volksheilkunde für Gesunde und Kranke  - das Buch erschien im Volksheilkundeverlag Mulhouse
 Verfasst 1925.
Das Vorwort von damals ist so etwas von aktuell...ich musste es zweimal lesen! (Klickt´s groß!)
 Wundervoll auch die Abhandlung über Morbus Basedow und den Glotzaugen......
 Einiges habe ich noch nie vorher gehört, so wie Pellagra, hier als Lombardischer Aussatz oder auch Mailänder Rose genannt
Dieser kleine handschriftliche Zettel war in einem der Bücher.....ich nehme an mit Bärendreck ist der Extrakt der Süßholzwurzel gemeint......

Auch das zweite Buch: Selbsthilfe in gesunden und kranken Tagen
ist so vielseitig und interessant und hat sogar noch ein Extrateil über Tierkrankheiten.

Ich bin ja so eine "Ungern-Zum-Arzt-Geherin" und vermeide eigentlich diesen Gang.
Wir verlassen uns da eher auf die "Gesunde Selbsthilfe" mit dem Wissen der Pflanzenheilkunde, zudem Homöopathie und nur wenn es zur Ablärung eines wirklich ernsten Verdachts nötig ist, wird der Gang zum Arzt erledigt. Wobei ich auch da wesentlich (noch) kritischer geworden bin.
Wenn ich mir nun so diese Bücher anschaue, nein, eher sind es schon kleine Werke die für das Volk geschrieben worden sind - nicht wie ein Pschyrembel- dann frage ich mich natürlich warum es solche Bücher heute nicht mehr gibt.
Gut, das scheint ja eine grundsätzliche leidige Geschichte zu sein (ich glaube jeder denkt nun an seine großartigen Schulbücher - kein Vergleich mit denen von heute!) aber es geht doch um unser Wohlbefinden und um unsere Gesundheit - das ist doch etwas mit viel Eigennutz, oder?
Warum soll sich denn nur die Pharmaindustrie immer mehr bereichern?
Ist die Menschheit zu doof zum Denken geworden?
Gut, bevor ich mich noch mehr aufrege  ein paar andere Dinge, die nun auch wieder "ihre Zeit" haben.

Babykram
Brooklyn-Handstulpen
Noch aus der wunderbaren Brooklyn  Tweed Wolle Shelter


 Lakritze
aus Alpaca von Drops und Kid Seta Schulana Mohair 

 Mein Vogel hat leider den ersten Frost im Freien überstehen müssen

Na ja und wenn ich ehrlich bin wäre ja dann doch noch ein bisserl Arbeit draussen.....:)


In diesem Sinne startet gut in die wohl auch eher wieder novembergrau anmutende neue Woche
Akaleia