Montag, 15. Juni 2009

Krönchen

Bist du schön? Ich kann's nicht sagen,
Doch der reinsten Schönheit Licht
Will so leuchtend mir nicht tagen,
Als dein liebes Angesicht..........


Ich denke, der Dichter Otto Roquette hat bestimmt nicht dieses Angesicht gemeint - ich aber bin fasziniert von der Schönheit der Krönchen -die zauberhafte Blüten der Semperviven.
Natürlich ist man traurig, dass diese Mutterpflanze dann auch sterben wird - aber sie hat ja meistens vorher schon für den Nachwuchs gesorgt.
Gerade in der Vergrößerung wird einem bewußt wie perfekt und wundervoll diese Blüten sind.
Also schaut sie Euch in Ruhe an und genießt.













Habt einen guten Start in die Woche und nicht allzu viele Regenstunden.
LG
Akaleia

Mittwoch, 10. Juni 2009

Hoch hinaus


Heute möchte ich Euch ein Beet mal näher zeigen, mit einer Pflanze, die meiner Meinung nach Aufmerksamkeit verdient:
Das Schmalblättrige Weidenröschen - Epilobium angustifolium
Es gehört in die Familie der Nachtkerzengewächse.
Bei Wikipedia fand ich noch diesen Satz dazu:
Aufgrund ihrer Eigenschaften als Pionierpflanze vermehrte sich die Art stark auf den durch Luftangriffe und Bodenkämpfe des Zweiten Weltkriegs entstandenen städtischen Schutt- und Trümmerflächen. Die zuvor im urbanen Bereich ungewohnte bzw. unbekannte Ruderalflora - aber insbesondere die Schmalblättrigen Weidenröschen - erhielten den volkstümlichen Namen Trümmerblumen.
(Meine Mama - Jahrgang 1926 - kannte diese Pflanze sehr gut unter diesem Namen)
Na ja, ich gebe zu: Weidenröschen klingt ansprechender.
Bei mir erreicht es eine Höhe von ungefähr 1.60m und passt gut zu dem noch höher werdenden Großen Sonnenhut.
(Dazwischen stehen noch Johanniskraut und ein paar Taglilien, sowie Agastachen und Fetthennen).

Das Weidenröschen ist in allen Stadien schön anzuschauen und gerade wenn der Wind die Pflanzen in Bewegung versetzt, ist es besonders apart.



Die Pollen sind bei den Bienen begehrt

Und im Juli zieren die Samen, die mit einem langen Haarschopf ausgestattet sind, die Pflanze -man kann es in der Vergrößerung zwischen den Agastachen erkennen.
Früher haben sogar nordamerikanische Indianerstämme diese Samenhaare zusammen mit Ziegenhaaren zu Decken und Umhängen verwebt.


Auch die sonnengelben Blütenköpfe des Sonnenhutes sind ein Tummelplatz für allerlei Getier - hier labt sich die Holzbiene
Am schönsten sind aber die allabendlichen Schattenspiele

In diesem Sinne habt einen sonnigen und geruhsamen Feiertag
LG
Akaleia